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  Vereinsgeschichte / 1946 - 1953

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg


1946: Der Krieg war zu Ende, zurück blieben Trauer, Entsetzen und zerstörte Städte. Münster lag in Trümmern.

Das damals einzige Stadtbad am Zoo war im Krieg durch Bomben vernichtet worden. Begrenztes Schwimmtraining war nur in den Sommermonaten in Sudmühle möglich. Wir wurden ein Verein ohne Winterbad (VoW), sportlich von vornherein ein Abstieg.

Aber auch in Sudmühle lief es nur zögernd an. Auf Anordnung der Militärregierung galten zunächst alle Sportvereine als aufgelöst; die Wiederzulassung musste neu beantragt werden. Diese wurde zwar genehmigt, jedoch war das Bad in Sudmühle noch von der Militärregierung beschlagnahmt. Es wurde erst zum 01.09.1946 freigegeben. Wir übernahmen ein Bad, das sieben Jahre lang ohne Reparaturen allmählich verkommen war; das Hochwasser im Februar 1946 hatte ein übriges getan.


Die Beckenanlage im Sportbad Sudmühle damals

Das Vereinsleben war schon vorher in Gang gekommen. In der ersten Hauptversammlung am 3. März 1946 wurde der Ehrenvorsitzende Robert Beckhoff wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er starb jedoch schon wenige Monate später. Sein Nachfolger wurde Heinrich Weppelmannn. In seine nur kurze Amtszeit fiel 1947 ein bedeutsames Ereignis:

Die Aufnahme des SV-Niedersachsen, dessen Wersebad im Krieg vollkommen zerstört worden war, in den SV-Münster von 1891.

Schon in den 30er Jahren hatte es Gespräche und Überlegungen gegeben, zwischen den Münster'schen Schwimmvereinen eine Arbeitsgemeinschaft im Rahmen des DSV zu bilden. Bald nach dem Kriege hatten dann die Sportmannschaften der beiden Vereine den Zusammenschluss angeregt, um - so das Protokoll der Hauptversammlung vom 08.05.1947 - "dem Schwimmsport in Münster neuen Auftrieb zu verleihen".

Nach lebhafter Debatte wurde in dieser Versammlung beschlossen, Verhandlungen mit Niedersachsen aufzunehmen. Die Kommission bestand aus den Herren Heinrich Weppelmann, Paul Mosecker, Hans Schmitz, Max Backhaus und RA Dr. Hans Lühn (Bruder von Bernhard Lühn).

Die Entwicklung ging schnell voran. Schon am 09.06.1947 erfolgte die Gründungs- und erste Hauptversammlung der Schwimmvereinigung Münster von 1891. Einige wichtige Sätze aus dem dokumentarischen Protokoll dieser Sitzung:

"Der Zusammenschluss beider Vereine wird derart durchgeführt, dass die gesamten Mitglieder des Schwimmvereins Niedersachsen in den Schwimmverein Münster von 1891 aufgenommen werden. Der SV Münster 91 verändert seinen Namen in Schwimmvereinigung Münster von 1891. Diese Satzungsänderung soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Der SV Niedersachsen tritt in Liquidation."

In dieser denkwürdigen Sitzung wurden Otto Kluck (Niedersachsen) zum 1. Vorsitzenden, Paul Mosecker (1891) zum 2. Vorsitzenden bestellt. Die anderen Vorstandsposten wurden hälftig von Niedersachsen und 91ern besetzt.

1948 trat Otto Kluck zurück; er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Unter seinem Nachfolger, Paul Mosecker, trat der Verein zunächst "finanziell und sportlich auf der Stelle". Mit den anderen Vorstandsmitgliedern, vor allem mit Bernhard Lühn als wirtschaftlichem Leiter und 2. Vorsitzenden, sowie Ferdinand Kortländer, nach langjähriger Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, hat Paul Mosecker fast unüberwindlich scheinende Schwierigkeiten überwunden, um den Verein am Leben zu erhalten.

1952: So traf das aus hygienischen Gründen unvermeidliche Verbot des Regierungspräsidenten, wegen der grassierenden spinalen Kinderlähmung Flußbadeanstalten zu besuchen, den Verein schwer und brachte ihn erneut an den Rand seiner Existenz. Die Aufhebung des Verbotes war nicht abzusehen, sie wäre auch nie erfolgt.

Der Vorstand reagierte. Mosecker, Lühn und ihre Amtskollegen schlugen der Hauptversammlung vor, ein neues Schwimmbecken zu bauen. Die Versammlung stimmte zu, der Beschluss wurde unverzüglich in die Tat umgesetzt.

1953: Am 25.04.1953 fand das Richtfest in Gegenwart des Regierungspräsidenten statt, die offizielle Eröffnung mit vielen geladenen Gästen am 16.05.1953.

Die mit 106.000 DM angegebenen Gesamtkosten wurden durch öffentliche Zuschüsse, Darlehen und Eigenleistungen der Mitglieder finanziert. Das Überleben des Vereins war gesichert, aber die finanziellen Probleme, mit denen der Verein seit Anbeginn zu kämpfen gelernt hatte, blieben bestehen.

Sportliche Aktivitäten 1946 bis 1953


Wegen der geringen Trainingsmöglichkeiten - das Stadtbad am Zoo war zerstört - und der knappen Finanzdecke, die den Besuch von Schwimmwettkämpfen nur im begrenzten Rahmen zuließen, waren herausragende sportliche Leistungen nicht zu erzielen. Unter schwierigen Bedingungen und unter großem persönlichen Einsatz haben damals die sportlichen Leiter Hans Schmitz und Willi Frese wertvolle Breiten- und Jugendarbeit geleistet.


Kennzahlen
- Münster hatte 1940: 144.945, 1950: 114.618, 1951: 129.624, 1952: 135.973 und 1953: 142.970 Einwohner
- Mitgliederzahlen der Schwimmvereinigung 1947: 526 (nach Zusammenschluß mit Niedersachsen) und 1953: 1006

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