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  Vereinsgeschichte / 1954 - 1970

Die Jahre des Übergangs


1954: Endlich standen in Sudmühle nach dem Bau des Schwimmbeckens Trainings- und Bademöglichkeiten wieder zur Verfügung. Dagegen ging die Verwirklichung der Pläne für den Wiederaufbau des Stadtbades am Zoo aufgrund der begrenzten städtischen Geldmittel nur mühsam voran. Die Schwimmer mußten noch fast drei Jahre warten, bis es endlich eröffnet werden konnte.

In den folgenden Jahren war die Vorstands- und Vereinsarbeit geprägt durch den harten Alltag der damaligen Zeit, die mühevolle Reaktivierung des Vereinslebens - die Mitgliederzahlen stagnierten - und das Bemühen, die durch die Folgekosten der Investitionen und die geringen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Eintrittsgeldern bedingten finanziellen Engpässe in den Griff zu bekommen.


Norbert Huda und Regina Krause

1955: In der Hauptversammlung vom 19.1.1955 wurde den Damen das Stimmrecht zuerkannt und die hierfür erforderliche Satzungsänderung beschlossen.

1956: 24. November: Wiedereröffnung des Stadtbades am Zoo (heute Stadtbad Mitte).

1957 legte Paul Moseker aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder und wurde wegen seiner Verdienste in mehr als 30-jähriger Arbeit für den Verein zum Ehrenmitglied ernannt.

Sein Nachfolger wurde Berhard Lühn. Zusammen mit Ferdinand Kortländer leitete er die Renovierung, Umgestaltung und Verschönerung der gesamten Anlage ein. Anfang März 1959 trat er aber zurück. Als Ehrenvorsitzender hat er dem Verein mit seinen Erfahrungen und seinem Rat bis zu seinem Tode (1971) zur Verfügung gestanden.

1959: Ihm folgte Ernst Braun, der die Geschicke des Vereins bis 1966 leitete. In seine Amtszeit fiel die Neugestaltung des Sportbades in Sudmühle - Gesamtkosten 130.000 DM -, für deren Finanzierung Ernst Braun und Ferdinand Kortländer viel Arbeit, Fantasie und Diplomatie gegenüber den öffentlichen und anderen Geldgebern aufbringen mussten.

Die finanziellen Nöte wurden verstärkt durch die Konkurrenz neuer Freibäder, durch die die Besucherzahl und damit die Einnahmen spürbar zurückgingen. Gleichwohl, die notwendigen Renovierungen (Verbesserung der Zufahrtsstraße, Ausbau von Parkplätzen und der Speckbrettanlage) gingen weiter.

1960/65: Damals begann bei den Mitgliedern die Suche nach einer neuen Identität des Vereins. Erstmals wurde über ein vereinsinternes Bad diskutiert. Die Diskussion setzte sich in den nächsten Jahren fort. Schließlich erwies sich die Idee unter den damaligen Voraussetzungen als nicht durchführbar. Rückblickend betrachtet war sie jedoch die Ausgangsbasis für die in der Mitte der 70er Jahre erfolgte Umwandlung des Schwimmvereins in einen Mehrspartenverein und die damit verbundene notwendig gewordene Neugestaltung unserer Anlage.

1966: Das 75-jährige Jubiläum stand an
Es wurde an zwei Wochenenden, und zwar am 1./2. sowie am 8./9. Oktober 1966 gefeiert.
Hier der Ablauf:

- 1.10.  Schwimmertreffen im Gasthof Freitag an der Überwasserkirche, dem damaligen Vereinslokal,
- 2.10.  Internationaler Clubkampf im Stadtbad am Zoo mit zwei ausländischen und sechs deutschen Vereinen.
            Sieger wurde der Zwenclub Enschede vor Delphin Berlin.
- 8.10.  Stiftungsfest im Zoo-Festsaal, an dem Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und des Sports teilnahmen.

Den eindrucksvollen, uns noch im Wortlaut vorliegenden Festvortrag hielt Anton (Tonius) Kortländer, Bruder unseres verstorbenen Ehrenvorsitzenden Ferdinand Kortländer.

- 10.10. Festlicher Empfang im Friedenssaal des Rathauses zu Münster. Bernhard Lühn konnte zahlreiche namhafte Gäste begrüßen;
            an der Spitze Willi Weyer, Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen (später, 1974/86, Präsident des Deutschen Sportbundes)
            sowie Dr. Beckel, Oberbürgermeister der Stadt Münster. Innenminister Weyer stellte in seiner Festrede die
            vorrangige Bedeutung der Leibesübungen für die körperliche und geistige Gesundheit des Einzelnen und der Allgemeinheit heraus.

Von den vielen Ehrungen für die um den Schwimmsport und den Verein verdienten Mitgliedern seien erwähnt

- Bernhard Lühn: Ehrenurkunde des Westdeutschen Schwimmverbandes und Ehrenteller des Deutschen Schwimmverbandes
- Alfred Hessing: Ehrennadel des WSV
- Heinz Eckey: Ehrennadel des WSV
- Ernst Braun und Tonius Kortländer: Goldene Ehrennadel des Vereins.

Für die Jubiläums-Festschrift zeichnete Tonius Kortländer verantwortlich. Die Schrift ist ein ideales Nachschlagewerk über 75 Jahre Vereinsgeschichte und gleichzeitig Vorbild für die 100-Jahres-Chronik geworden. Dabei ließ es sich nicht vermeiden, dass sich viele Daten und Ereignisse in beiden Schriften finden; zum besseren Verständnis für den heutigen Leser war dies geboten.

1967: Am 17. März 1967 trat Ernst Braun zurück. Neuer Vorsitzender wurde Thorwald Claussen (schon sein Vater war in den 20-er Jahren Mitglied des Vorstandes gewesen).

1967/71: In seiner Amtszeit kam neben den Plänen für den Bau eines 50 m-Beckens, die schnell aus Kostengründen wieder ad acta gelegt werden mussten, die Anlage von Tennisplätzen ins Gespräch. Schon Robert Beckhoff hatte in den 30-er Jahren Pläne zur Gründung einer Tennisabteilung entwickelt. Damals, wie auch Ende der 60-er Jahre, scheiterte diese Idee an den beengten finanziellen Möglichkeiten des Vereins - zunächst -.

Die Diskussion um die generelle Umorganisation der Vereinsstruktur ging jedoch weiter, zwar zunächst ohne Ergebnis, da die Zeit dafür noch nicht reif war. Seinem Nachfolger, Ferdinand Kortländer, blieb es vorbehalten, das Problem zu lösen und zu einem guten Ende zu bringen.

Sportliche Aktivitäten 1954 - 1970


1968: Schon zu Anfang der 60er Jahre hatte eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung begonnen, die sich in der Amtszeit von Thorwald Claussen stetig fortsetzte. Hier sind zu nennen unsere Springer Norbert Huda und Regina Krause, die ihre Erfolge nicht zuletzt dem Trainer Werner Hesse verdanken. Der Höhepunkt ihrer Laufbahn war die Olympia-Teilnahme 1968 in Mexico. Erstmals waren Sportler der SVM 1891 Mitglieder der Deutschen Olympia-Mannschaft. Unter der damaligen Weltelite wurde Norbert Huda 17. im Kunstspringen, Regina Krause belegte Platz 6 im Turmspringen.

Vorausgegangen waren harte Jahre der Vorarbeit, indem sie sich in nationalen und internationalen Wettbewerben für die Spiele qualifizieren mussten. In den folgenden Jahren belegten sie in zahlreichen Wettbewerben erste oder zumindest vordere Plätze.

Am 23.03.79 wurde Norbert Huda durch einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Hier seine wichtigsten Erfolge:

national:
- 1964: Deutscher Schülermeister
- 1968 - 1977: 13 Mal Deutscher Meister im Kunstspringen

international:
- 1965: 1. Platz - Schüler-Europameisterschaft Barcelona
- 1968: 16. Platz - Olympische Spiele Mexiko
- 1969: 4. Platz - Europacup
- 1970: 4. Platz - Europameisterschaft Barcelona
- 1971: 2. Platz - Militärweltmeisterschaft Syrakus
- 1972: 8. Platz - Olympische Spiele München
- 1972: Militärweltmeister in Teheran
- 1973: 2. Platz 3-m-Brett, 3. Platz 1-m-Brett Südafrika-Spiele Pretoria;
- 1973; 9. Platz - Weltmeisterschaft Belgrad"
- 1975: 8. Platz - Weltmeisterschaft in Cali (Kolumbien)
- 1975: 4. Platz - Europacup
- 1975: 4. Platz - Internationale Neuseeland-Spiele
- 1976: 10.Platz - Olympische Spiele Montreal
- 1976: 4. Platz - Europacup
- 1977: 5. Platz - Europameisterschaft Jönkopping/Schweden.

Außerdem hat Norbert Huda an 17 Länderkämpfen teilgenommen.


Kennzahlen
- Münster hatte 1955: 156.046, 1960: 180.117 , 1965: 195.000 und 1970: 200.000 Einwohner
- Mitgliederzahlen der Schwimmvereinigung 1960: 1.140, 1962: 1.236, 1965: 979 (ab 1965 rückläufige Entwicklung)
  1970: 737 (infolge Konkurrenz zahlreicher Freibäder in Münster)

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