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  Vereinsgeschichte / 1971 - 1975

Die Ära Ferdinand Kortländer


1971: trat Thorwald Clausen zurück. Ihm folgte Ferdinand Kortländer als 1. Vorsitzender. Schon in der Vorkriegszeit und insbesondere nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1948 war er unter allen Vorsitzenden als Schatzmeister und wirtschaftlicher Leiter die entscheidende und treibende Kraft im Verein. Seine Ära begann also schon viel früher.

Wie bisher war auch seine Amtszeit belastet mit den Sorgen um die Renovierung des Vereinsbades (z. B. Wasserwärmanlage, sanitäre Anlagen, Parkplätze) und deren Finanzierungsproblemen. Gleichwohl wurde immer deutlicher, dass das Bad den Ansprüchen der modernen Zeit auf die Dauer nicht mehr genügen würde.


Petra Strunk bei der Siegerehrung der Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen 1974 in Barcelona.


Nicht nur aus finanziellen Gründen erwies sich die Idee eines vereinsinternen Bades als nicht durchführbar. Mit Sicherheit wären dadurch die sportlichen Aktivitäten und das Vereinsleben nicht gefördert worden, sondern eher auf die Dauer zum Erliegen gekommen.

Ferdinand Kortländer sah mit großer Sorge das Absinken der sportlichen Leistungsfähigkeit, wie es sich bei den verschiedensten Wettkämpfen und im Aussterben der Wasserballmannschaft deutlich zeigte. Einziger Lichtblick waren die Springer, die durch die professionelle Arbeitsweise ihres Trainers Werner Hesse jahrelang in der deutschen und europäischen Spitze gehalten wurden. Um Ähnliches auch im Schwimmen zu versuchen, gewann Ferdi Kortländer Manfred ( Manni ) Hahn als Schwimmwart. Später wurde nach dem Ausscheiden des verdienstvollen Vorgängers Ferdi Novak die Position des Gesamtsportlichen Leiters geschaffen, die Manni von da an ununterbrochen bis bis in die jüngste Vereinsgeschichte.

Geschichte wiederholt sich! Dies war nach Prof. Stühmer die zweite Verbindung Münster - Freiburg im Schwimmen, denn Manni war von 1958-60 Trainer beim FC Freiburg. Seine modernen Trainingsmethoden führten bald zu den erhofften Erfolgen:

Im Bezirk Nordwestfalen übernimmt die SV 91, später mit Turngemeinde und DJK Wasserfreunde in einer Startgemeinschaft, die dominante Rolle;

Namen wie Petra Strunk, Dorle Forbriger, Ellen Becker, Gerd Sachs, Lothar Stall, Pepe Petersen, Rainer Nechanitzky und Dieter Micke sind mit der Leistungsstärke jener Jahre untrennbar verbunden;

Bestzeiten:
- Petra Strunk : 100 m Freistil in 1:00,0 min
- Lothar Stall : 100 m Freistil in 0:54,6 min
- D.Forbriger : 100 m Delphin in 1:08,3 min
- R.Nechanitzky: 100 m Rücken in 1:03,2 min

Nach zweijähriger enger Zusammenarbeit mit der neu gegründeten DLRG-Ortsgruppe Sudmühle-Handorf (damaliger Vorsitzender: Rüdiger Tretow) nahmen Petra Strunk, Dorle Forbriger, Udo Rosenbaum und Lothar Stall an den Weltmeisterschaften der Rettungsschwimmer teil (siehe Foto). Petra und Lothar wurden im 200-m-Hindernisschwimmen Weltmeister.

Als Lehrkraft des Institutes für Leibesübungen der Westfälischen-Wilhelms-Universität hatte Manni Hahn gute Verbindungen zu Studierenden, die dann auch als Mitglieder der SV 91 das Rückgrat der zu neuem Leben erweckten Wasserballabteilung bildeten. Deren ununterbrochener Aufstieg von der Bezirksklasse bis in die zweithöchste Spielklasse, die Regionalliga, wies dies überzeugend aus.

Die Grundausbildung im Schwimmen wurde in diesen Jahren vorbildlich von Jutta Pierenkämper und Folker Zeidler - dem heutigen Ehepaar Zeidler - geleitet, die daneben auch unverzichtbare Arbeit als Kampfrichter leisteten.


Kennzahlen
- Münster hatte 1972: 200.509 und 1975: 265.641 Einwohner
- Mitgliederzahlen der Schwimmvereinigung 1973: 573 (Tiefpunkt einer kontinuierlichen Abwärtsentwicklung)

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