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  Vereinsgeschichte / 1975 - 1985

Der Weg zum Mehrspartenverein


Im Frühjahr 1975 erkrankte Ferdinand Kortländer schwer. Die Geschäfte wurden zunächst kommissarisch von Peter Externest weiter geführt. Am Krankenbett des 1. Vorsitzenden in der Raphaelsklinik fand dann das Gespräch statt, welches den Auslöser für die Realisierung der Idee des Mehrspartenvereins bildete. Ferdinand, von dem wir damals wirklich nicht wussten, ob er jemals wieder gesunden würde, beschloss mit Peter Externest die Gründung einer Tennisabteilung im Sportpark Sudmühle.

Die Chronik gibt Zeugnis davon, dass diese Idee viele Väter hatte und dass die Pläne für dieses Projekt weit zurückreichten. Nun aber war die Zeit reif zur Umsetzung dieser und anderer Ideen.

1975: Auf der entscheidenden Jahreshauptversammlung am 17.3.1975 wurde

- ein neuer Vorstand gewählt (1. Vors.: Ferdinand Kortländer (in Abwesenheit), 2. V.: Peter Externest, Sportl. Leiter: Manni Hahn);
- der Antrag auf Gründung einer Tennisabteilung beraten und beschlossen;
- ein Ausschuss mit der Vorbereitung zur Gründung der Abteilung und zum Bau der Anlage gebildet
  (Herren Externest, Hahn, Grundhoff, Thiel, Haumering und Kittner);
- die Gründung einer selbstständigen Speckbrettabteilung beraten und beschlossen.

Die Tennisanlage sollte zunächst 4 Freiplätze und einen Hartplatz mit Übungswand sowie eine Zuschauer-Terrasse umfassen; die Investitionen der ersten Baustufe beliefen sich auf ca. 175.000,-- DM.

Erleichtert wurde die Entscheidung dadurch, dass der Handorfer Tennisverein unter Leitung von Ludwig Thiel mit 70 Mitgliedern unserer Vereinigung beitrat.

In 1975 beginnen auch die Überlegungen zum Bau einer Tennishalle im Sportpark Sudmühle; der erste Antrag datiert auf den 14.7.75. Man plante eine Finanzierung über Anteilscheine (sogen. Hiltruper Modell) und es wurden Hunderte von Anteilscheinen gezeichnet, aber die Pläne scheiterten letztlich daran, dass eine Baugenehmigung im Landschaftsschutzgebiet der Werseaue zu dieser Zeit politisch nicht durchsetzbar war.

Alle genannten und künftigen Ausbau- und Erweiterungspläne des Vereins, welche am besten mit dem Terminus "Mehrspartenkonzept" umschrieben werden können, machten eine völlig neue Vereinssatzung erforderlich. Der Vorstand beschloss im Oktober '75 die Bildung einer Satzungskommission, die den Auftrag zur Erarbeitung des Entwurfes einer föderativen , d.h. auf einzelnen Abteilungen aufbauenden Satzung für den Mehrsportartenverein erhielt. Der Kommission gehörten an die Herren Dr. Emil Magnussen als Leiter, Werner Franz, Peter Externest und Dieter Wittenbrink; sie tagte erstmals am 7.10.75.

Die neue Satzung zusammen mit einer neuen Geschäfts-, Jugend- und Beitragsordnung wurde auf der ordentlichen Jahreshauptversammlung am 26.3.76 diskutiert und beschlossen.

1976: In der Jahreshauptversammlung am 26.3.76 wurden als Vorstand gewählt Peter Externest, Rolf Opitz (1. und 2. Vorsitzender) und Manfred Hahn (Sportl. Leiter).

Am 14.7.1977 stellte der Speckbrettsportverein von der Sentruper Höhe Antrag auf Aufnahme in unseren Verein. Durch den Übertritt erhielt Speckbrett im Sportpark Sudmühle großen Auftrieb. Die Namen Rudolf Selhorst und Lothar Reimann sind mit dieser Entwicklung verbunden.

In dieser Zeit reifte auch die Erkenntnis, dass in Zukunft Techniken moderner Unternehmensführung in der Vereinsführung zum Einsatz kommen müßten. Im einzelnen zählten dazu:

- Übernahme der Mitgliederverwaltung auf EDV (ab 1975);
- Einführung eines Geschäftsverteilungsplanes für den Vorstand;
- Einführung eines modernen Haushaltswesens (1980) und Übernahme des Haushaltes mit Soll-/Istvergleich auf EDV (ab '82);
- Übernahme der Buchhaltung auf EDV (1983); - Besetzung wichtiger Positionen (Technik, Pflege der Anlage) des Vereins mit angestellten Kräften auf Basis BAT.

Immer deutlicher wurde in diesen Jahren aber auch, dass die Führung des Vereins mit der eines Unternehmens der freien Wirtschaft durchaus vergleichbar ist. Diese ständig wachsende Aufgabe auf der Basis ehrenamtlicher Arbeit allein zu bewältigen, wurde immer schwieriger.

Am 8. Mai 1976 wurde die neu errichtete Tennisanlage ihrer Bestimmung übergeben. Karl-Heinz Tonscheidt war der erste Leiter der jungen Abteilung.

Im November erschien die erste Ausgabe einer Vereinszeitschrift unter dem Titel "91 Aktuell"; Initiator und erster verantwortlicher Redakteur war lange Zeit Dieter Wittenbrink.

Schon 1977 wurde die Erweiterung der Tennisanlage um zwei Plätze beschlossen und realisiert, und 1979 unter Hans-Gerd Jansen wurden zwei weitere Plätze hinzugefügt. Die Abteilung zählte damit mehr als 500 Mitglieder und war stärkste Abteilung im Verein.

1978: Auf der Jahreshauptversammlung am 28.2.1978 wurden als Vorstand gewählt Peter Externest und Dieter Wittenbrink (1. und 2. Vorsitzender) und Manfred Hahn (Sportlicher Leiter). Diesem Gespann gelang es, eine gute Mannschaft im Vorstand zu sammeln und mit dieser die nächsten Jahre sehr positiv zu gestalten. Hier müssen Namen wie Franz Baumann (langjähriger 1. Schriftführer), Gert Franz (1. Schatzmeister), Dagobert Behrendt (Juristischer Beirat), Hermann Wiewer (Schriftführer nach Franz Baumann) und Jutta Zeidler (Verantwortliche für Mitgliederverwaltung) genannt werden. Am Besten läßt sich der Erfolg dieser Mannschaft an der Mitgliederentwicklung ablesen: Vom absoluten Nachkriegstiefstand im Jahre 1973 (543 Mitglieder) stieg die Zahl auf über 1.200 Mitglieder in 1984 an.

Die konsequente Weiterentwicklung des Mehrspartenkonzeptes ist untrennbar mit dem Namen Manni Hahn verbunden. Am 28.2.78 beschloss die Jahreshauptversammlung auf seinen Rat hin die Gründung einer Volleyballabteilung und bestätigte damit die vorgeschlagene Übernahme der Volleyballabteilung des SV Adler Münster. Folge hiervon war die Anlage zweier Beach-Volleyball-Felder im neu angepachteten Gelände. Damit wird aus dem bisherigen Sportbad endgültig der Sportpark Sudmühle.

1980: Es schloss sich eine umfangreiche Bau- und Sanierungsphase an:

- 1979/80: wurde das Clubhaus umgebaut und saniert;
- 1981: folgte die Sanierung der Beckenanlage;
- ebenfalls 1981 wurden Umkleideräume und Duschen für die Tennisabteilung erstellt;
- mehr als 500.000 DM wurden für diese Projekte investiert.

In dieser Zeit wurden mutige Entscheidungen zur Zukunftssicherung des Vereins und seiner Infrastruktur getroffen; der Verein leistete mit seinen Mitgliedern einen sehr hohen Eigenanteil an diesen Investitionen. Dieter Wittenbrink erwies sich in dieser Phase als besonderer Aktivposten bei Planung, Durchführung und Zusammenarbeit mit den Baubehörden; er erhielt zu dieser Zeit den Spitznamen der "Baulöwe".

Sportliche Aktivitäten


Das Fehlen geeigneter Trainingsstätten, vor allem ganzjährig nutzbarer, führte zu Stagnation im Sportschwimmen und -springen. Leistungszentren wie Wuppertal, Bonn und Aachen drängten weniger gut ausgestattete Vereine in den Hintergrund. Nur die Wasserballer konnten in etwa ihren Leistungsstandard halten und spielten in der Oberliga eine gute Rolle.

In der SV 91 verlagerte sich die Entwicklung im Leistungssport auf die beiden neuen Sparten Tennis und Volleyball. Parallel zur Mitgliederentwicklung fanden immer stärkere Tennisspieler den Weg in die Mannschaften. Waren es in den ersten Jahren nur zwei Herrenmannschaften, die, getragen von starken Speckbrettspielern, sich von der Kreisklasse nach oben kämpften, so beteiligten sich später bis zu 9 Herren- und 4 Damenteams an den Wettbewerben von der 2. Kreisklasse bis zur Bezirksliga. Erst die Entscheidung, Mäzene zur Förderung des ersten Herrenteams zu suchen, öffnete den Weg für diese Mannschaft weiter aufwärts.

Auch die Herren der Volleyballabteilung machten sich erfolgreich auf den Weg nach oben, der erst in der Regionalliga gestoppt wurde. Gleiches war in der Damenabteilung zu erkennen, die ebenfalls mehrere Spielzeiten in der Regionalliga spielten.

Unmerklich vollzog sich in diesen Jahren allerdings eine Entwicklung: die Abkehr vom Wettkampf- und die Zuwendung zum Breitensport.

Dies bedeutete für unseren Verein, dass die neu angebotenen Aktivitäten wie Gymnastik nach Musik, Ausgleichsgymnastik und Freizeitvolleyball großen Zulauf hatten, eine Entwicklung, die bis in die 90-er Jahre den deutschen Sport tiefgreifend veränderte.

1985: Am 15.3.85 wurden zwei weitere Abteilungen in Sudmühle heimisch: die Fechter und die kardiale Rehabilitation traten unserer Vereinigung bei. Letztere wird seit dieser Zeit von Dr. Ursula Wollring geleitet.


Kennzahlen
- Münster hatte 1977: 267.182, 1980: 269.690 und 1985: 273.000 Einwohner
- Mitgliederzahlen der Schwimmvereinigung 1976: 603, 1980: 1.157 und 1985: 1.360

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