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  Vereinsgeschichte / 1985 -

Arrondierung des Erreichten


1986: Peter Externest trat 1986 aus beruflichen Gründen von der Führung des Vereins zurück, blieb aber als 2. Schatzmeister - später (seit 1989) als 1. Schatzmeister - dem Vorstand erhalten. Auf der Jahreshauptversammlung am 7. März 1986 wurde ein neuer Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Rüdiger Tretow, 2. Vorsitzender Heinz-Josef Baur, Sportlicher Leiter Manfred Hahn, 1. Schatzmeister Gert Franz, Technischer Leiter Karl-Heinz Heyden, 1. Schriftführer Hermann Wiewer.

Gleich zu Beginn dieser Amtszeit musste sich der Verein mit einer bis dahin nicht dagewesenen Situation auseinandersetzen: für die Clubgaststätte stand plötzlich kein Pächter bereit. So entschloss sich der Vorstand, das Clubhaus in eigener Regie mit Angestellten zu bewirtschaften. Da aber gerade im Gaststättengewerbe die Arbeit mit Angestellten nicht ohne Risiko ist, musste eine äußerst vertrauenswürdige Person gefunden werden. Raimund Post, unser ehemaliger Jugendwart, sprang in die Bresche und leitete das Clubhaus eine Saison bis ein neuer Pächter gefunden wurde. In dieser Zeit wurden zwei wesentliche Erkenntnisse gewonnen:

- man erhielt einen Überblick darüber, welche Umsätze in einer Saison möglich sind und hatte so bessere Grundlagen für neue Pachtverhandlungen,

- der Vorstand erfuhr direkt, welche Problematiken mit einer vereinseigenen Gaststätte im Gegensatz zu einem Gasthaus in der Stadt verbunden sind und verstand daher auch besser einige Argumente der bisherigen Pächter.

Nicht nur diese Bewirtschaftung in Eigenregie machte deutlich, wie sehr sich das Führen eines Vereins in den letzten Jahren verändert hatte. So ist ein Vereinsvorstand ohne gute juristische Beratung leicht zum Scheitern seiner guten Absichten bestimmt. Hier darf einer nicht unerwähnt bleiben: Dagobert Behrendt, unser immer bereiter juristischer Berater, ohne dessen Engagement, unser Vorsitzender damals recht hilflos gewesen wäre.

Ein wesentliches Ziel von Rüdiger Tretow war es, das Vereinsleben weiter zu fördern, aufgetretene Spannungen zwischen den Abteilungen abzubauen. Im außersportlichen Bereich lebte die Vatertags-Radtour wieder auf, die mehrere Jahre nicht mehr stattgefunden hatte. Aus den Abteilungsmeisterschaften wurden Vereinsmeisterschaften, an denen alle Vereinsmitglieder teilnehmen konnten.

Aber auch der Leistungssport spielte eine große Rolle: die erste Damen-Mannschaft der Volleyballer stieg in die 2. Bundesliga auf, wodurch der Verein u.a. auch das erste Mal mit der Problematik von Ablösesummen bei Vereinswechsel konfrontiert wurde.

1987: Im Winter 86/87 wurde die Speckbrettanlage völlig neu gestaltet und ist seit dem die modernste und schönste Anlage dieser Art. Gleichzeitig entstand in Eigenarbeit des Vorstands und einiger freiwilliger Helfer der Pètanque - Platz unter Anleitung von Karl - Heinz Heyden. Viele kennen dieses Spiel "Pètanque" eher unter dem Namen "Boule" oder "Boccia", aber das ist es eigentlich nicht.

Durch eine großzügige Spende von Seppl Fahrenkemper wurde es möglich, den Gedenkstein an die beiden Weltkriege wieder in das Clubgelände umzusetzen. Er wurde beim "Olle-Köppe"-Treffen feierlich erneut eingeweiht. Durch neue Entwicklungen im Sport wurde es notwendig, dass der Verein erneut über langfristige Perspektiven und Konzeptionen nachdachte. Nach vielen Arbeitssitzungen beschloss der Vorstand, auch weiterhin ein Mehrspartenverein mit Zentrum Sudmühle zu bleiben und wies damit Bestrebungen, den Verein in einen Tennis- und Speckbrettverein mit Swimming-Pool umzuwandeln, zurück:

Wir beantragen als Mehrspartenverein bei der grundsätzlichen Voraussetzung einer gesunden finanziellen Basis:

1. den Ausbau und die Ausweitung des Sportangebotes,
2. die Vergrößerung des Mitgliederbestandes der SV.,
3. die Klärung der Standortfrage und des Pachtverhältnisses mit der Priorität Sudmühle als Zentrum aller Sparten,
4. die Verbesserung der Organisationsstruktur,
5. die Neuordnung der Kosten und Beitragsstruktur,
6. die Abstimmung und den Ausbau der Sportkonzeption zu betreiben.

Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Dies bedeutete eine Weichenstellung für die nächsten 15 Jahre. Seit dieser Festlegung nahmen mehrere Arbeitskreise ihre Arbeit auf, die auch heute noch tätig sind:

- Arbeitskreis Mitgliederentwicklung, Sportkonzeption und Ausbau des Sportangebots
- Arbeitskreis Standortfrage
- Arbeitskreis Organisationsstruktur, Satzung, Beitragsstruktur und Kostenverteilung

Zum ersten Mal wurde beim Sommerfest 1987 der Königsschuss von einer Dame abgegeben: Waltraud Krukow war die glückliche Schützin.

1988: Die Beitragsstruktur wurde als erstes Ergebnis der Arbeitskreise geändert, um zum einen eine Vereinfachung, zum anderen an die Mitgliederstruktur angepasste Verhältnisse zu erreichen: aus den vielen verschiedenen ehemaligen Beitragsgruppen blieben nur noch drei Möglichkeiten übrig: Familienbeitrag, Singlebeitrag, ermäßigter Beitrag. Für Nicht-Mitglieder wurde probeweise eine Saisonkarte für das Freibad eingeführt, die sich inzwischen bewährt hat.

Die in all den Jahren nie begrabene Hoffnung auf den Bau einer Tennishalle im Sportpark erhielt neue Impulse, da die Stadt Münster den Bebauungsplan in Sudmühle änderte. Seit dieser Zeit wird dieses Ziel mit äußerster Anstrengung verfolgt und der Vorstand hat den berechtigten Optimismus, dass gegen Ende, des Jubiläumsjahres mit der Grundsteinlegung begonnen werden kann.

Sportliche Aktivitäten


Nach längerer Abstinenz vom schwimmsportlichen Hochleistungssport machten die Schwimmer wieder von sich reden: Marion Aizporz war bei den Olympischen Spielen in Seoul die beste deutsche Teilnehmerin (BRD).

Jobst Schmalenbach wurde Deutscher Senioren Meister über 400 m Freistil und Antje Schlünder wurde Westdeutsche Meisterin über 100 m Freistil.

1989: Dr. Emil Magnussen wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Die Mitgliederversammlung ehrte auf diese Weise einen Mann, der seit 01.06.1927 echter "Sudmühler" ist.

Dr. Magnussen war der erste Träger der 1934 gestifteten Jugendehrennadel des Vereins. Von 1951 - 1957 gehörte er dem geschäftsführenden Vorstand an und war 1955 - 1957 stellvertretender Vorsitzender, bis er aus beruflichen Gründen Münster verließ. Dem Verein blieb er eng verbunden; seit Anfang der 70er Jahre ist er Mitglied des Beirates. Seit 1987 leitet er die zur Vorbereitung und Durchführung des Jubiläumsjahres verantwortliche Kommission.

Der letzte DSV-Verbandstag im geteilten Deutschland in Cuxhaven wählte Münster zum Tagungsort 1991 ohne damals auch nur zu ahnen, dass damit gerade in der Stadt mit dem Friedenssaal der erste Gesamtdeutsche Verbandstag nach dem 2. Weltkrieg stattfinden würde.

Die für alle völlig unerwartete Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. November 1990 brachte Probleme bei der Unterbringung von Menschen aus der DDR im Westen mit sich. Quartiere waren nicht in ausreichender Anzahl vorhanden. Darum stellte der Vorstand die beiden Schlafräume im Clubhaus für zwei Übersiedlerfamilien übergangsweise in den Wintermonaten zur Verfügung, die wirklich für solche Zwecke kaum geeignet sind. Wie sehr sich die Menschen aus der DDR aber nach der Freiheit sehnten, zeigt, dass die Familien außerordentlich dankbar für die Notunterkunft waren.

1990: Angeregt durch die Arbeit der seit 3 Jahren tätigen "100-Jahre-Kommission" richtete der Vorstand sein Augenmerk immer stärker auf die Zukunft. Man wollte nicht nur zurückblicken auf die letzten 100 Jahre, sondern mit Kraft Wege bereiten, die die Schwimmvereinigung auch weiterhin optimistisch gehen sollte. So war es nur logisch, dass gerade die Schwimmabteilung mit ihrem neuen Abteilungsleiter Marko Hildmann ein neues Konzept erarbeitete.

(Vielseitigkeit - Durchlässigkeit).

Zur Vorbereitung der Vereinigung der Schwimmverbände aus der DDR und BRD und des DSV-Verbandstages 1991 in Münster trafen das Präsidium des DSV und Vertreter des DSSV in Handorf vom 17. - 19. August zusammen. Bei dieser Gelegenheit waren die Damen und Herren bei uns im Sportpark zu Gast. Unser Verein konnte sich als Ausrichter des Verbandstages 1991 würdig repräsentieren.

Weiterer zukunftsweisender Lichtblick: Nach vielen mit Sorgfalt vorbereiteten Verhandlungen durch Dieter Wittenbrink wurde die lang ersehnte Änderung bzw. Verlängerung des Pachtvertrages in Aussicht gestellt. Hier ist der Vorstand zuversichtlich, dass es im Jubiläumsjahr zur Unterzeichnung des Erbpachtvertrages kommen wird.

Sportliche Aktivitäten


Die 1. Tennismannschaft Herren (Meden) stieg in die Regionalliga auf. Damit hatte das erste Mal eine Herrenmannschaft aus Münster diese Spielklasse im Tennis erreicht.

Makus Hevelke, Student, trat unserem Verein bei; durch ihn wurde unser Verein wieder im Springen in der deutschen Spitze vertreten. (3. Plätze bei den Deutschen Meisterschaften vom 1-m- und 3-m-Brett)

Die 1. Damenmannschaft Wasserball stieg erneut in die höchste Deutsche Spielklasse auf (Regionalliga).

Die jüngste Teilsparte der Schwimmer wurde immer erfolgreicher: im Jubiläumsjahr gehören Mandy Neumann und Anja Steinhorst zum D-Kader im Kunstschwimmen des Westdeutschen Schwimmverbandes.

Die zukünftigen weiteren Probleme des Vereins werden immer professionellere Anforderungen an den Vorstand stellen. Dies war keine überraschende Erkenntnis und so waren alle Vorstandsmitglieder außerordentlich dankbar, als ein Profi, Unternehmensberater Peter Peters, sich anbot, den Verein in seinem Charakter und seinen Zukunftschancen zu analysieren. Er moderierte zwei außerordentlich erfolgreiche Klausurtagungen, in denen sich alle Beteiligten klar darüber wurden, wofür, warum und wie es Freude macht, sich für die Schwimmvereinigung Münster von 1891 e.V. auch weiterhin einzusetzen.


Kennzahlen
- Münster hatte 1987: 266.606 (vor der Volkszählung), 1987: 246.186 (nach der Volkszählung) und 1989: 252.656 Einwohner
- Mitgliederzahlen der Schwimmvereinigung 1987: 1.533 und 1990: 1.537

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